3 Endometriose Mythen

Diese Infos über Endometriose sind falsch!

Wenn man gerade frisch mit Endometriose diagnostiziert ist, scheinen die Behandlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Erst bei einem genaueren Blick wird klar: die Möglichkeiten Endometriose auf natürliche Art und Weise zu behandeln sind vielfältig. Behandeln heißt bei Endometriose nicht heilen. Aktuell gibt es noch keine Heilung, aber es kann dir gelingen weitgehend symptomfrei zu leben.

Bevor wir starten: Ich bin Stefanie, selbst Endometriosebetroffene und die Gründerin der Plattform endo2power. Auf dieser Website dreht sich alles um den ganzheitlichen Umgang mit Endometriose ergänzend zur Schulmedizin. Damit du diese Ergänzungen schnell findest, enthält dieser Beitrag Affiliatelinks. Ich kann und darf dir keine Heilversprechen machen und alle Infos beruhen auf einer gewissenhaften Recherche und meiner eigenen Erfahrung. Als selbst Betroffene habe ich die folgenden 3 Mythen direkt zu Beginn meiner Diagnose gehört und musste erfahren, dass sie ganz einfach falsch sind, oder zumindest aus mehreren Perspektiven betrachtet werden müssen. Schauen wir uns an, was es da gibt!

Eine OP lässt die Endometriose verschwinden

Schön wär’s! Tatsächlich ist eine Bauchspiegelung häufig erst das, was überhaupt zur Diagnose führt. Das ist schon einmal gut, immerhin hast du dann Sicherheit. Es gibt einige Fälle, wo die Bauchspiegelung unauffällig war, aber die Patientin trotzdem Endometriose hat. Wie geht das?

Endometriose ist ein Chamäleon, das sich zudem auch gerne versteckt. Auf Ultraschallbildern ist es daher auch sehr schwer Endometriose eindeutig zu erkennen. Aber auch bei einer Bauchspiegelung können sich Endometrioseherde verstecken. Zudem kann Endometriose auch außerhalb des Bauchraumes vorkommen. Das ist vereinfacht gesagt, was Endometriose ist: Gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Der Rest des Körpers ist groß.

Wird Endometriose gefunden, dann wird sie entfernt. Meistens. Aber nicht immer alles. Beschließt der Chirurg/ die Chirurgin nämlich, dass das Entfernen größeren Schaden als Nutzen bringen würde, wachst du trotzdem mit Endometrioseherden im Körper wieder auf. Dazu kommt, dass vielleicht auch gar nicht alle Endometrioseherde entdeckt wurden. Es kommt also stark darauf an wie die individuelle Lage bei dir im Körper ist, wer dich operiert und ob es gezielt darum geht Endometrioseherde zu entfernen, oder ob die Endometriose ein Zufallsbefund ist.

Ob eine OP bei Endometriose überhaupt sinnvoll ist, hängt von ganz individuellen Faktoren ab. Generell darf man davon ausgehen, dass extreme Schmerzen dadurch verbessert werden können. Auch hier gibt es jedoch ein Aber. Die Endometriose kann nämlich an der genau gleichen Stelle, von der sie entfernt wurde, innerhalb von einigen Monaten wieder kommen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man sich operieren lassen will. In folgendem Video habe ich dir ein paar Fragen notiert, die dir bei der Entscheidung helfen können:

Endometriose-OP: Ja oder nein? (inkl. Erfahrungsbericht Bauchspiegelung als Endometriose-Diagnose)
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Und damit kommen wir zum nächsten Endometriose-Mythos, den man häufig direkt nach der OP oder sogar einfach „auf gut Glück“ zu hören bekommt.

Die Pille schaltet Endometriosesymptome aus

So weit die Theorie und für manche Frauen funktioniert das auch wunderbar! Für einige aber eben auch nicht. Die Symptome können sich sogar verschlimmern, oder es kommen einfach nur die Nebenwirkungen der Pille noch dazu. So war es bei mir. Als Teenager nahm mich niemand mit meinen Endometriosebeschwerden ernst. Die Pille bekam ich aber sofort, dann noch eine, noch eine und noch eine. Meine Schmerzen wurden keineswegs besser. Zu den Endometriodebeschwerden bekam ich dann auch noch chronischen Scheidenpilz und Depressionen. Das war also nicht mein Weg! Ich hörte auf die Pille zu nehmen und meine Beschwerden wurden besser.

Ob du die Pille ausprobieren möchtest, liegt auch wieder komplett in deiner Entscheidung. Es kann einen Versuch wert sein, aber es muss einem bewusst sein, dass man damit massiv in den eigenen Körper eingreift. Auch beim Thema Kinderwunsch ist die Pille (auch wenn es nicht zwangsläufig die Anti-Baby-Pille ist) nicht immer die beste Wahl.

Entscheidet man sich gegen die Pille, steht man vor der nächsten Frage: Was kann ich stattdessen machen? Diese Frage führt uns zu Mythos Nummer 3.

Endometriose lässt sich nur hormonell behandeln

Diese Infos bekommt man oft in der Arztpraxis, obwohl es mittlerweile Leitlinien gibt, die auch alternative Methoden wie Yoga bei Endometriose, Kunsttherapie und eine angepasste Ernährung erwähnen.

Zu der hormonellen Behandlung zählen „die Pille“, das künstliche Versetzen in die Wechseljahre und auch bioidentische Hormone. Letzteres ist nochmal ein eigenes Thema und scheint für viele die sanftere Methode zu sein. Ähnlich wie bei der Pille sind die künstlichen Wechseljahre kein Spaß. Hier muss entschieden werden wie hoch der Nutzen im Vergleich zu den Beschwerden ist und auch das geht wieder nur ganz individuell.

Der eigentliche Punkt ist hier aber, dass es so viel mehr und auch ergänzende Optionen gibt, um Endometriose natürlich zu behandeln. Hier sind ein paar Ideen: auf Endometriose spezialisierte Ernährungsberatung, Zyklus-Yoga, Yoga Nidra, Kunsttherapie, das Befassen mit der eigenen Weiblichkeit, Zykluscoaching, Darmgesundheit, der Blick hinter der Symptome, und zyklusbewusste Bewegung.

Wenn diese ganzen Infos etwas überfordernd sind und du gar nicht weißt wo starten, klicke hier und wähle dein primäres Symptom aus. Du bekommst eine Auswahl an hilfreichen Angeboten speziell für dieses Symptom.

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